Gute Zuckerruebenernte in Sueddeutschland

Regen vermasselt den Imkern ihre Honigernte

Deutschlands Imker haben in diesem Jahr deutlich weniger Honig geerntet als in den Vorjahren. Im Schnitt brachte es jedes Bienenvolk auf insgesamt 28,3 Kilo und damit 5,5 Kilo weniger als im Gesamtjahr 2020, wie der Deutsche Imkerbund am Dienstag in Wachtberg mitteilte. Verglichen mit 2019 waren die Einbußen ähnlich, im Vergleich zu 2018 war es sogar ein Minus von 10,5 Kilo.


Die Ernte lässt sich dieses Jahr in 15,4 Kilo Frühtracht und 12,9 Kilo Sommertracht aufteilen - beide Werte sind sehr niedrig. «In den meisten Regionen war es ein mageres Erntejahr», sagt Imkerbund-Präsident Torsten Ellmann. Der Leiter des Fachzentrums Bienen und Imkerei, Christoph Otten, sprach von einem frustrierenden Jahr für sehr viele Imker.


Grund dafür war vor allem das schlechte Wetter: «Es war vielerorts zu kühl und zu nass. Die Bienen sind wenig ausgeflogen und haben die geringen Mengen an eingetragenem Nektar dringend selbst benötigt», sagt Ellmann. Regional gab es aber Unterschiede: Die Ernte im Norden und Osten war besser als im Süden und Westen Deutschlands. Die Erntezahlen stammen von der zweimal im Jahr durchgeführten Umfrage des Fachzentrums Bienen und Imkerei in Mayen. An der Abfrage zur diesjährigen Frühtracht nahmen 10 066 Imkereien teil und an der Abfrage für die Sommertracht 9080.


Der Ernteschnitt bezieht sich auf die Umfragemeldungen von Imkereien, die Honig geerntet haben. Viele Imker verzichteten in diesem Jahr aber auf die Ernte und ließen den Honig stattdessen im Stock, damit sich die Bienenvölker ausreichend selbst versorgen konnten.

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